Orte "Kynast"

 

  • Kynast bei Klein-Kotzenau 
  • Kynast bei Böhmisch-Leipa 
  • Kinast in Frankenburg am Hausruck 
  • Kynast bei Radebeul 

 

Der Ort Kynast bei Klein-Kotzenau Kreis Lüben in Schlesien 

Quelle: Alphabetisch-statistisch-topographische Übersichte der Dörfer, Flecken, Städte und andere Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, J.G. Knie, Breslau 1845 

 

 

Der erste urkundliche Hinweis auf das heutige Chocianów stammt vom 9. Juli 1284 mit der Erwähnung eines Nikolaus de Cosenow. 1297 ließ der Herzog von Schweidnitz Bolko I. ein Schloss in der Siedlung errichten. Die Existenz einer Kapelle kann erstmals für 1487 belegt werden. 1507 wurde Georg von Schelendorf Eigentümer der Ortschaft. Elf Jahre später erwarb Christoph von Schkopp Kotzenau. 1526 kam der Ort unter die Herrschaft der Habsburger. Auch in der Folgezeit wechselte der Eigentümer des Ortes mehrfach, so 1580 Hans von Soran und 1584 Jakob von Schoenaich und 1587 an die Familie von Nostiz und 1613Aleksander von Stosch. Vermutlich wurde 1596 die steinerne Kirche des Ortes errichtet. 1633 führte Albrecht von Wallenstein seine Armee an der Ortschaft vorbei, wobei Kotzenau geplündert und verwüstet wurde. Anschließend war der Ort etwa 15 Jahre unbewohnt. Nachdem der Erste Schlesische Krieg zwischen Preußen und Österreich 1742 mit dem Vorfrieden von Breslau beendet worden war, kam Kotzenau unter preußische Herrschaft. Am 30. Oktober 1746 kam es in der Siedlung zu einem großen Brand, welchem nicht nur die Kirche, sondern auch viele andere Gebäude zum Opfer fielen. Im Februar des folgenden Jahres wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. 

 

Kotzenauer Güter, Regierungsbezirk Liegnitz, Ober-Landesgericht Glogau, Lüben. Diese Allodium-Güter sind testamentarisch auf den Burggrafen Hermann zu Dohna ungeteilt übergegangen, indem dessen 2 Brüder und 2 Schwestern ihr Erbteil in Geld empfangen haben. 

 

 

I. Die Klein-Kotzenauer Güter, zu diesen gehören: 

  • a) das Städtchen Klein-Kotzenau; 
  • b) das Dorf Klein-Kotzenau (incl. Schloßvorwerk, Hammervorwerk); 
  • c) Birkfleck, Antheil mit Vorwerk; 
  • d) Kynast und Persel mit Vorwerken (es machen b, c und d eine Gemeinde aus); Diese Güter waren testamentarisch auf den Burggrafen Hermann zu Dohna ungeteilt übergegangen, indem dessen 2 Brüder und 2 Schwestern ihr Erbteil in Geld empfangen hatten. Zu den Herrschaften gehörten unter anderem Persel und Kynast (Persel wird in alten Urkunden Dobernus genannt), sie bilden einen Anteil des Dorfes Klein-Kotzenau, gehörten zum Gemeindeverband von Klein-Kotzenau und unter dessen Dorfgericht, wurden hierbei durch einen Gerichtsmann aus ihrer Mitte repräsentiert. Kynast zählte 19 Rustikalstellen. Es waren 1 Vorwerk mit 1 Wirtschaftsgebäude, 1 Jägerhaus und 1 Arbeiterwohnung. Zusammen zählten Persel und Kynast 28 Häuser, 170 ev. Einwohner, ev. Kirche und Kirchhof zu Klein-Kotzenau, Katholische hielten sich nach Weißig, Parochie Primkenau, Kreis Sprottau.
  • e) Kotzenauer Haide, worin die Kolonien Raupenau und Blankenhaide; 
  • f) Antheil Neuhammer; 
  • g) Krieghaide inclusiv Antheil Tirlitz; 
  • h) Michelsdorf inclusiv Antheil Hintereck.

Diese 8 Theile der Herrschaft Klein-Kotzenau haben nur 1 Folium im Hypothekenblatt zu Groß-Glogau. 

 

II. Groß-Kotzenauer Güter. Zu diesen gehören a) Groß-Kotzenau, Schweidiger und b) Groß-Kotzenau, Krebsberger Antheil, inclusiv Dorf Krebsberg und zu letzterem gehöriger Antheil Hintereck. 

 

III. Das Dorf, Grenze, gemeinhin auch Grenzvorwerk genannt, hat mit II. ein Hypotheken-Folium. 

 

IV. Jakobsdorf mit dazu gehörender Erbhaide von 2000 Morgen hat ein eigenes Hypothekenblatt.

 

V. Ganz-Sebnitz oder die Sebnitzer Güter, indem Sebnitz 5 früher getrennte Dominien enthält, die noch eigene Hypothekenfolien haben, man vergleiche die einzelnen Ortsartikel. 

 

 

Der Ort Künast (auch Kynast) bei Böhmisch-Leipa 

Quelle: Heimatkunde des politischen Bezirk Böhmisch-Leipa 

 

 

Der Ort Künast (tsch. Sosnova) hatte schon 1554 ein eigenes Schöppenbuch – eines der ältesten der Gegend – worin ausschließlich die Namen „Künast“ (auch Kynast) und „Zückmantel“ gebraucht werden. Während in älteren Ortschaftsverzeichnissen der Herrschaft Leipa-Neuschloss diese beiden Dörfer nicht aufgezählt werden, lässt der Vermutung Raum, dass mit denselben die urkundlich genannten Dörfer Borzetin und Wokrzesfice identisch sind, die zeitweise wüst lagen und lange vor den Schwedenkriegen von Deutschen besiedelt wurden. Im 30 jährigen Krieg wurde Zückmantel abermals verwüstet; der an der Straße gelegene Teil entstand erst nach diesem Kriege. Künast wurde im Jahre 1856 von einer Feuersbrunst heimgesucht, die eine ganze Reihe von Häusern samt hölzernen Ortskapelle einäscherte. 

 

Die Erklärung beider Ortsnamen ist bis jetzt noch nicht gelungen. Künast wurde früher auch Kien-Ast geschrieben. Der Name Zückmantel, der zweifelsohne deutschen Ursprungs ist, wird als „Doppelföhre“ erklärt und von zick (=doppelt) und mantal (=Föhre) abgeleitet. 

 

 

Lage: Das Dorf Künast liegt südlich von Leipa in einem von bewaldeten Felshöhen umgebenen Talkessel, die kaum 10 Minuten davon entfernte Ortschaft Zückmantel in südöstlicher Richtung an der Ärarialstraße.

 

Größe: Der Grundkomplex umfasst 292 ha 78a. Davon ist nahezu die Hälfte Wald, so dass Künast-Zückmantel zu den waldreichsten Gemeinden des Bezirkes gehörte. 

 

Bodengestalt: Berge sind in nächster Nähe keine vorhanden, sondern nur mit Kiefern bewachsene felsige Höhen aus Sandstein, zwischen denen sich schattige und anmutige Waldgründe hinziehen, die gern von Ausflüglern besucht werden, wie z. B. das Harmoniatal in Künast selbst, das Amand Paudlertal u. a. m. 

 

Gewässer: Fließende Gewässer sind keine vorhanden. Mitten im Ort Künast befindet sich ein kleiner Teich. An der äußersten Ortsgrenze fließt die Polzen vorbei. 

 

Ortsteile: Weitere Ortsteile sind Lassmann (zu Künast), Neuborn (zu Zückmantel). 

 

Flurnamen: In Zückmantel: Eichelberg, Tschihadel, Schindertilke, Fockbrachen, Fuchstein, Haselgrund bei der weißen Kapelle. In Künast: Harmonieberg, Bürgchenberg, Langeberg, Gründelberg. 

 

Bewohner und ihr Erwerb: Künast hat 30 Häuser mit 183 Einwohnern. Diese treiben fast alle Feldbau und Viehzucht. Eigentliche Bauern fehlen; es gab immer nur Feldgärtner. Hopfen ist ausgelassen. Gewerbe sind schwach vertreten. Einige Einwohner verdienen sich ihren Lebensunterhalt auf den nahe gelegenen Meierhöfen Ramschen und Neuhof; andere stehen in den zwei Eisenbahnerwerkstätten in Leipa in Arbeit. In der Nähe von Zückmantel sind Sandsteinbrüche. 

 

Verkehrsmittel: Den Ort Zückmantel durchschneidet eine von Norden nach Süden führende Ärarialstraße, welche sich südlich teilt. Ein Teil führt gegen Ascha-Leitmeritz, der andere gegen Weißwasser-Jungbunzlau. Ferner führt durch den Ort von Südwesten gegen Norden die im Jahre 1898 eröffnete Aussig-Teplitzer Eisenbahn mit einer Personenhaltestelle „Zuckmantel“ (!) auf Leipaer Gebiete. – Die Post wird in beiden Orten täglich vom Leipaer Postamte besorgt. 

 

Kirche: Künast und Zückmantel sind nach Leipa eingepfarrt. Im Orte Zückmantel befindet sich eine kleine Kapelle; in Künast eine größere, im Jahre 1901 im gotischen Stile erbaute Kapelle, in welcher einige Male im Jahre Messen gelesen wurden. 

 

 

Die erste Spende zur Erbauung der Künaster Kapelle leisteten die Eheleute Anton und Theresia Herrmann aus Künast Nr. 19, welche auch die beim Brande des Jahres 1856 geschmolzene Glocke der damals hölzernen Ortskapelle auf ihre Kosten unter Zusatz einer großen Menge selbstgeschenkter, alter Silberzwanziger umgießen ließen. 

 

Schule: Früher waren beide Orte nach Schwora eingeschult, bis im Jahre 1879 über Anregung des Ökonomen Josef Knechtel eine neue Schule in Zückmantel erbaut wurde. Derselbe schenkte der Gemeinde den Grund, Baumaterialien und leistete unentgeltlich viele Fuhren. Der Künaster Ortsteil „Beim Lassmann“ ist nach Kwittkau eingeschult. 

 

Verwaltung und Behörden: Künast mit Zückmantel bildet zusammen eine eigene Orts- und Katastralgemeinde. 

 

Vereine: Feuerwehr 

 

Baulichkeiten und Anlagen: 

Außer der oben schon erwähnten Kapelle in Künast verdient das aus einem Felsenblock ausgebaute Wohnhaus Nr. 27 in Zückmantel Beachtung. In ihm besaß Georg Abert, einer der eifrigsten Alchemisten Nordböhmens, sein wunderliches Heim und seine Zauberbücher, samt den goldkräftigen Steinen, die er für teures Geld gekauft hatte und die später sein Sohn und Erbe vor dem Hause im Fuhrwege vergraben haben soll. 

 

Künast und Zückmantel in Zahlen und Fakten: 

Künast: 35 Häuser, Bevölkerung 191, Sprache: 185 deutsch; 6 tschechisch 

Zückmantel: 36 Häuser, Bevölkerung: 192, Sprache: 192 deutsch 

 

 

Kinast, Frankenburg am Hausruck, Österreich

Quelle: Geomix.at

 

Frankenburg am Hausruck liegt im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel. In der Marktgemeinde Frankenburg am Hausruck leben rund 5.100 Einwohner auf 49 km². Frankenburg wird im Volksmund auch „vorm Woid“ bezeichnet. Was logischerweise heißt, daß die zum Bezirk Ried gehörenden Ortschaften als „hinterm Woid“ betitelt werden. Da aber Frankenburg am Hausruck mehr im Wald als vorm Wald liegt, ist diese Bezeichnung nicht haltbar.

 

Ortschaften der Marktgemeinde Frankenburg sind Arbing, Au, Außerhörgersteig, Badstuben, Brunnhölzl, Diemröth, Dorf, Egg, Engern, Erdpries, Erlatwaid, Exlwöhr, Finkenröth, Fischeredt, Fischigen, Frankenburg am Hausruck, Frein, Friedhalbing, Göblberg, Geldigen, Grünbergsiedlung, Halt, Haslach, Haslau, Hintersteining, Hoblschlag, Hofberg, Innerhörgersteig, Innerleiten, Kinast, Klanigen, Leitrachstätten, Lessigen, Loixigen, Marigen, Mauern, Mayrhof, Mitterriegl, Märzigen, Mühlstaudet, Niederriegl, Oberedt, Oberfeitzing, Oberhaselbach, Ottigen, Ottokönigen, Pehigen, Perschling, Point, Pramegg, Raitenberg, Redltal, Renigen, Schnöllhof, Seibrigen, Stöckert, Tiefenbach, Unterau, Unteredt, Unterfeitzing, Unterhaselbach, Vordersteining, Wiederhals und Zachleiten. 

 

Auszug aus der Geschichte der Gemeinde Frankenburg am Hausruck: 

 

Frankenburg gehörte ab dem Jahr 16 nach Christus zur römischen Provinz Noricum. Um 600 wurde das Gebiet im Hausruck von Baiern, die aus dem Bereich Franken einwanderten, gerodet. Der Name Frankenburg entstand in dieser Zeit. Frankenburg lag im Ostteil des Herzogtums Bayern.

 

Ab dem 12. Jahrhundert gehörte Frankenburg zum Herzogtum Österreich. Zum Fürstentum „Österreich ob der Enns“ gehörte es seit 1490. Zur Zeit der Napoleonischen Kriege war Frankenburg mehrfach besetzt. Zum Bundesland Oberösterreich gehört der Ort seit 1918. Wie das gesamte Hausruckviertel zählte der Ort nach Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zum „Gau Oberdonau“ 

 

 

 

Gut Kynast, Radebeul 

 

 

Das ehemalige Weingut Kynast mit Weinbergsbesitz, Herrenhaus und Park liegt auf Zitzschewiger Flur im sächsischen Radebeul, im Kynastweg 26.

 

Das Anwesen besteht aus diversen Baulichkeiten, die heute unter Denkmalschutz stehen. Zu nennen sind Herrenhaus, Turmhaus, Gärtnerhaus, Torhaus und Badehaus, die Stützmauern des zugehörigen Weinbergs, die Portalanlage der Grundstückseinfahrt, eine Grotte, das Wasserbassin sowie der Park. Die Freiflächen des Anwesens gelten als Werk der Landschafts- und Gartengestaltung. 

 

Das 1746 errichtete, massive Herrenhaus war ursprünglich ein fünf zu fünf Fensterachsen großes Gebäude mit zwei Geschossen und großem Weinkeller, an das sich ein eingeschossiger Wirtschaftsbau anschloss. 1888 wurde dieser nach einem Bauantrag von Clementine Roßberg durch den Kötzschenbrodaer Baumeister F. A. Bernhard Große aufgestockt, sodass das Herrenhaus heute eine Länge von 10 Achsen erreicht, von denen manche als Blindfenster dargestellt sind. Obenauf befindet sich ein hohes Walmdach mit Giebelgauben. Auf der Hofseite steht ein eingeschossiger Eingangsvorbau, seit 1935 massiv, ursprünglich aus Holz. Der schlichte Putzbau, der etwas zurückgesetzt giebelständig zur Straße steht, trägt zahlreiche Weinspaliere, die Fenster sind durch Gewände aus Sandstein und zum Hof durch Klappläden eingefasst. Um 1900 wurden die Innenräume des Herrenhauses im altdeutschen Stil umgestaltet. Vor dem Herrenhaus steht auf einem Sandsteinpostament eine Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert. 

 

Das nach 1750 errichtete Turmhaus steht traufständig an der Straße. Es hat eine Länge von drei Fensterachsen, ist zweigeschossig und hat ein Mansarddach. Mittig auf diesem steht der um 1800 für den Postmeister Blüher aufgesetzte, namensgebende Turm mit offener Laterne und geschweifter Haube mit Spitze und Knauf. Unter dem Turm zur Straße befindet sich im Dach ein Zwerchhaus mit gesprengtem Dreiecksgiebel, auf beiden Seiten davon Giebel mit Koppelfenstern. Der um 1899 vermutlich durch den Baumeister Bernhard Große für den Besitzer Heino Kretzschmar umgebaute Putzbau hat ebenfalls Sandsteingewände um die Fenster, die im Erdgeschoss stichbogig ausgebildet sind. 

 

Das 1845 statt eines Stalls errichtete Gärtnerhaus mit Weinkeller schließt an das Turmhaus an. Es ist fünf zu zwei Fensterachsen groß, zweigeschossig und hat ein Satteldach. Der Putzbau wird durch Gesimse und gefugte Ecklisenen gegliedert. 

 

Daran anschließend steht das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete, eingeschossige Torhaus. Das Gebäude ist aus Fachwerk, es knickt aus der Flucht im stumpfen Winkel ab und hat eine Durchfahrt zum Kynastweg; über der Durchfahrt steht ein Dreiecksgiebel. 

 

Das um 1750 errichtete Badehaus ist ein kleiner, verputzter Bruchsteinbau mit Mansarddach neben der Rückseite des Haupthauses. Es diente zum Sammeln des mittels einer Wasserleitung herangeführten Wassers. 

 

Im oberen Teil des Anwesens befindet sich auf der in den 1990er Jahren aufgerebten Weinbergsterrasse eine muschelförmige Grotte. Diese wurde um 1750 angelegt. Sie ist eine aus Bruchsteinen errichtete Halbkuppel, die innen glatt geputzt ist. Im unteren Teil des Anwesens, im parkartigen Garten mit stattlichen Esskastanienbäumen, steht ein halbrundes Sandsteinbecken. 

 

Die Portalanlage der Grundstückseinfahrt besteht aus zwei Sandsteinpfeilern mit einem zweiteiligen, schmiedeeisernen Gitter. 

 

Der Weinberg Kynast, dessen Name auf ein Dresdner Ratsgeschlecht zurückgeht, wurde 1407 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu den ersten namentlich bekannten Besitzern gehört der Dresdner Amtsschösser Andreas Kynast. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stand auf dem Anwesen ein Presshaus, die sogenannte Gartenpresse. 1674 ließ der Bergrat und Geheime Kammersekretär Gabriel Voigt am Ort des heutigen Herrenhauses ein einfaches Gebäude errichten. 

 

Zwischen 1687 und 1821 gehörte das Weingut der Familie von Bomsdorff, die die heutige barocke Weingutsanlage schuf. Sie weitete den Besitz aus und errichtete über einem großen Weinkeller das im einfachen Barockstil gehaltene Herrenhaus mit hohem Walmdach. Um 1700 entstand das Fachwerk-Winzerhaus mit Scheune. Das die Anlage dominierende Turmhaus entstand im späten 18. Jahrhundert, Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt es den überdimensioniert wirkenden Dachreiter. 1845 entstand anstelle eines Stalls das Gärtnerhaus mit Weinkeller. 

 

Im frühen 19. Jahrhundert war das Weingut ein Treffpunkt des Dresdner Liederkreises, zu dem auch Carl Maria von Weber gehörte. 

 

Zu den weiteren Besitzern gehörte zwischen 1831 und 1839 der Schriftsteller August von Witzleben. Um 1899 ließ sich der Unternehmer und Politiker Heino Kretzschmar das Turmhaus vermutlich durch den Baumeister F. A. Bernhard Große umbauen. Ab 1921 war der Geheime Bergrat Ewald Hilger im Besitz von Kynast. Zur Zeit der DDR befand sich im Herrenhaus die Landesparteischule der LDPD. Zu den Bewohnern des Anwesens gehörten der Politiker und Publizist Hans Marschall und dessen Ehefrau, die Lyrikerin Maria Marschall-Solbrig. 

 

 

Das Herrenhaus sowie das Gärtnerhaus wurden in den 1990er Jahren saniert.

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